Unter Ontologien versteht man die
Systeme zur Erfassung des Wissens in einer allgemeiner Form, so dass
es wiederverwendet und verteilt werden kann1
Gómez-Pérez, Asunción; Fernández-López, Mariano; Corcho, Oscar (2004):Ontological engineering. With examples from the areas of knowledge management, ecommerce and the Semantic Web. London, New York 2004.
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Es existieren diverse Ansätze des Aufbaus der Ontologien, die je nach Aufgabe und dem zu verarbeitenden Wissen unterschiedliche Aussagekraft und Argumentationsfähigkeit besitzen.Daher ist die aufgabenorientierte Wahl einer jeweils passenden Art der Ontologie notwendig.
Man unterscheidet Frames, Logik erster und zweiter Ordnungen, semantische Netzwerke und Beschreibungslogik(„Description Logics“).
Der Frames-Ansatz erlaubt die Erfassung einer Hierarchie von Klassen, Unterklassen mit jeweils eigenen oder geerbten Attributen und zugehörigen Werten. So kann z.B. die Klasse „Kleidung“ einen Attribut „Farbe“ besitzen. Bei der Unterklasse „Hemd“ wird dadurch ebenfalls das Vorhandensein des Attributs „Farbe“ unterstellt. Wird in der Klasse „Hemd“ ein zusätzliches Attribut „Kragentyp“ eingeführt, so werden bei der Unterklasse „Feldhemd“ dann sowohl „Farbe“ als auch „Kragentyp“ als geerbte Attribute unterstellt.
In weiteren Logik-Ontologieansätzen werden Funktionen und Axiome eingeführt, die funktionelle Zusammenhänge darstellen lassen. Damit kann in der Ontologie z.B. die Vermutung über die Abhängigkeit der Variablen wie Absatzmengen und Preise festgehalten werden.
Der Ansatz der semantischen
Netzwerke basiert auf der Darstellung des Wissens als eines
Graphes aus jeweils beschrifteten Knotenpunkten und Verbindungen,
wobei die Knotenpunkte die Konzepte, Instanzen oder Werte darstellen
und die Verbindungen die Beziehungen zwischen Ihnen
beschreiben1
Gómez-Pérez, Asunción; Fernández-López, Mariano; Corcho, Oscar (2004):Ontological engineering. With examples from the areas of knowledge management, ecommerce and the Semantic Web. London, New York 2004.
. Die
Arten, Anwendungsbereiche sowie die allgemeinen Vor- und Nachteile
der semantischen Netzwerke gegenüber anderen Ontologieansätzen - hier.
Der Ansatz des „Description
Logics“ bzw. Beschreibungslogik stammt von semantischen
Netzwerken ab3
Köhler, Andre(2010): Intelligent Data Interchange. InterventionsfreierGeschäftsdatenaustausch durch Wissensrepräntation und ontologisches Matching.Wiesbaden 2010.
. Darin
werden Klassen(„TBox“) um Instanzen(„ABox“) erweitert1
Gómez-Pérez, Asunción; Fernández-López, Mariano; Corcho, Oscar (2004):Ontological engineering. With examples from the areas of knowledge management, ecommerce and the Semantic Web. London, New York 2004.
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So kann obiges Beispiel in der Beschreibungslogik um die
Unterscheidung zwischen „Ein Hemd“ und „Das Hemd“ ergänzt
werden.
Gómez-Pérez, Asunción; Fernández-López, Mariano; Corcho, Oscar (2004):Ontological engineering. With examples from the areas of knowledge management, ecommerce and the Semantic Web. London, New York 2004.
Gómez-Pérez, Asunción; Fernández-López, Mariano; Corcho, Oscar (2004):Ontological engineering. With examples from the areas of knowledge management, ecommerce and the Semantic Web. London, New York 2004.
Köhler, Andre(2010): Intelligent Data Interchange. InterventionsfreierGeschäftsdatenaustausch durch Wissensrepräntation und ontologisches Matching.Wiesbaden 2010.
Gómez-Pérez, Asunción; Fernández-López, Mariano; Corcho, Oscar (2004):Ontological engineering. With examples from the areas of knowledge management, ecommerce and the Semantic Web. London, New York 2004.
