Die Information als Produktionsfaktor sowie zunehmend auch als Wettbewerbsfaktor hat sich zu einer kritischen betriebswirtschaftlichen Einflussgröße entwickelt1 Rehäuser, Jakob; Krcmar, Helmut (1996): Wissensmanagement in Unternehmen.Stuttgart: Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Univ. Hohenheim (Arbeitspapiere /Universität Hohenheim, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, 98). Hohenheim 1996. . Die effiziente Handhabung von Wissen und Information gilt als notwendig zur Sicherung der Position auf dem Markt gegenüber dem Wettbewerb.


Handel über das Internet ein wissensintensives Unternehmen. Der Erfolg kommunikationspolitischer Maßnahmen von dem Umfang und dem zügigen Einsatz der Daten der Situationsanalyse und der Werbekontrolle nicht unerheblich abhängig ist. Daher ist in E-Commerce insbesondere für die Kommunikationspolitik ein wirtschaftlicher Umgang mit Wissen, also systematische Planung, Steuerung, Organisation und Kontrolle des Wissens erforderlich1 Rehäuser, Jakob; Krcmar, Helmut (1996): Wissensmanagement in Unternehmen.Stuttgart: Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Univ. Hohenheim (Arbeitspapiere /Universität Hohenheim, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, 98). Hohenheim 1996. . Im folgenden werden die Eigenschaften und Arten des Wissens kurz dargestellt und die relevanten Besonderheiten des Managements dieser Ressource geschildert.


In der Literatur gibt es bisher noch keine Einigung über eine eindeutige Abgrenzung und Definition des Begriffs „Wissen3 Ahlert, Martin; Blaich, Günther; Spelsiek, Jan (2006): Vernetztes Wissen.Organisationale, motivationale, kognitive und technologische Aspekte desWissensmanagements in Unternehmensnetzwerken. Wiesbaden 2006. . Stattdessen wird der Begriff je nach Autor und Disziplin über einzelne Eigenschaften, Bestandteile oder Entstehungsprozess beschrieben. So wird Wissen z.B. als die nächste Stufe der Hierarchie „Zeichen → Daten → Informationen“ definiert.


Nach diesem Ansatz befinden sich Zeichen wie „9“ oder „7“ auf der untersten Ebene der Hierarchie1 Rehäuser, Jakob; Krcmar, Helmut (1996): Wissensmanagement in Unternehmen.Stuttgart: Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Univ. Hohenheim (Arbeitspapiere /Universität Hohenheim, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, 98). Hohenheim 1996. . Daten bestehen aus Zeichen(z.B. „9.70“), und stellen „das Gegebene zur Verarbeitung ohne Verwendungshinweise” dar. Die Information bestehen wiederum aus Daten die in einen Problemzusammenhang eingeordnet wurden so dass sie zielgerichtet verwendet werden können, z.B. “9.70 €”. Das Wissen entsteht durch menschliche Interaktion auf Grundlage der Informationen, beim Einsatz dieser Informationen in einem spezifischen Kontext, z.B. für “9.70 €” als Preis eines Gutes oder Devisenkurs5 Nonaka, Ikujirō; Toyama, Ryoko; Hirata, Toru (2008): Managing flow. A processtheory of the knowledge-based firm. Basingstoke [England], New York 2008 . Somit ist Wissen immer an einen Kontext und einen Prozess gebunden und wird hauptsächlich auch selbst nicht als ein Subjekt sondern als ein Prozess der kontext-spezifischen Interpretation der Informationen definiert. Das Wissen besteht dabei aus einem Netzwerk der Aussagen bzw. Urteile(“proposition”) die zu einer Behauptung(“statement”) kombiniert wurden6 Beckenbach, Frank (2005): Knowledge representation and search processes: acontribution to the microeconomics of invention and innovation. Kassel 2005. . Als die nächste Stufe stellt Metawissen das Wissen über ein bestimmtes Wissen dar.

Arten von Wissen →
1 Rehäuser, Jakob; Krcmar, Helmut (1996): Wissensmanagement in Unternehmen.Stuttgart: Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Univ. Hohenheim (Arbeitspapiere /Universität Hohenheim, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, 98). Hohenheim 1996.
2 Rehäuser, Jakob; Krcmar, Helmut (1996): Wissensmanagement in Unternehmen.Stuttgart: Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Univ. Hohenheim (Arbeitspapiere /Universität Hohenheim, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, 98). Hohenheim 1996.
3 Ahlert, Martin; Blaich, Günther; Spelsiek, Jan (2006): Vernetztes Wissen.Organisationale, motivationale, kognitive und technologische Aspekte desWissensmanagements in Unternehmensnetzwerken. Wiesbaden 2006.
4 Rehäuser, Jakob; Krcmar, Helmut (1996): Wissensmanagement in Unternehmen.Stuttgart: Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Univ. Hohenheim (Arbeitspapiere /Universität Hohenheim, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, 98). Hohenheim 1996.
5 Nonaka, Ikujirō; Toyama, Ryoko; Hirata, Toru (2008): Managing flow. A processtheory of the knowledge-based firm. Basingstoke [England], New York 2008
6 Beckenbach, Frank (2005): Knowledge representation and search processes: acontribution to the microeconomics of invention and innovation. Kassel 2005.